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Auf dem Jugendseglertag des Hessischen Seglerverbands HSeV  am 08. Dezember 2013 in Wiesbaden wurden die beiden Nachwuchssegler des Segelclub Undine Antonia Gfrörer und Felix Laukhardt als Beisitzer in den Jugendvorstand des HSeV gewählt. In dieser Funktion haben sie die Möglichkeit, auf die Jugendarbeit in Hessen in den nächsten drei Jahren direkt Einfluss zu nehmen.

Wir wollen in diesem Jahr eine Ausbildung zum Sportbootführerschein Binnen für unsere Vereinsmitglieder anbieten. Am 9. Januar 2014 findet dazu ein Infoabend beim Apfelwein Klein in der Bettinastr. 16, Offenbach, statt. Beginn: 19:00 Uhr. Alle interessierten Vereinsmitglieder sind herzlich eingeladen.

 

Seglerisch ereignisreiche Herbstferien liegen hinter ihm. Direkt nach der Schule ging es auf die Autobahn in den Nordosten von Deutschland. Bereits am Abend sollte die Meldung zur Opti-Regatta am 12. und 13.10.2013 in Schwerin erfolgen, damit Felix Laukhardt am nächsten Morgen um 10 Uhr mit den anderen 390 Opti-Seglerinnen und -Seglern (265 davon alleine in Opti-A)  sein Segelboot konzentriert ins Wasser schieben konnte. Die anderen Jugendbootklassen (Laser 4.7, Laser Radial, Europe) starteten von einer anderen Seite des Sees.
Bei gutem Wind und herbstlichem Wetter konnten die jungen Wassersportler bereits am Samstag vier gute Wettfahrten segeln. Felix Laukhardt lag am Ende des ersten Wettfahrttages auf einem guten 27. Platz und war damit für das Goldfleet qualifiziert. Am zweiten Wettfahrttag flaute der Wind bei herrlichem Sonnenschein immer weiter ab. Das sechste und letzte Rennen wurde unter fraglichen Bedingungen laufen gelassen. Nach einer guten Startkreuz blieb Felix an der Tonne in der Flaute liegen und der restliche Pulk holte die Führenden ein, so dass ein geordnetes Fortkommen nicht möglich war. Die Regattaleitung griff leider nicht durch und wertete diese Wettfahrt. Da bei Felix auch die fünfte Wettfahrt nicht sehr erfolgreich verlaufen war, fiel er auf einen immer noch sehr guten 37. Platz in der Gesamtwertung zurück. Die ebenfalls für den SCU startende Antonia Gfrörer qualifizierte sich mit einem 170. Platz für das Silberfleet. Sie kam mit den Bedingungen am zweiten Wettfahrttag besser zurecht und konnte sich auf einen 153. Platz in der Gesamtwertung verbessern. Für Antonia sollte diese Regatta die letzte im Opti sein, da sie die Bootsklasse wechseln wird. Sie möchte in Zukunft den Segelclub Undine Offenbach e.V. im 420er repräsentieren.

Noch am Sonntagnachmittag ging es für die Trainingsgruppe des Niedersächsischen Kaders und mit ihm Felix Laukhardt weiter zum Training nach Warnemünde. Während dieser Woche konnte Felix sein neu erworbenes Segel einfahren und den Trimm hierfür optimieren. Neben Frühsport und theoretischen Einheiten wurde bei verschiedenen Wetterbedingungen täglich auf der Ostsee gesegelt. Die Wassereinheit am Freitagvormittag musste jedoch ausfallen, da durch den Sturm der Nacht die Wellen noch etwa zwei Meter hoch waren und direkt an der Hafeneinfahrt brachen. Die kleinen Optimisten wären beim Auslaufen vermutlich gleich vollgelaufen und dann nicht mehr manövrierbar. Diese Gefahr wollte die Trainerin nicht eingehen. So wurden die Boote bereits am Vormittag verpackt und die Trainingsgruppe konnte nach einer weiteren Theorieeinheit am Nachmittag Richtung Berlin weiterfahren.

In dem renommierten Yachtclub Berlin-Grünau am Müggelsee konnten bereits vor DDR-Zeiten bis heute viele große Erfolge gefeiert werden, unter anderem die zweifachen Olympiasieger in der Soling-Klasse (Schümann/Jäkel/Flach). Die Schweiz wurde mit Bernd Schümann als Steuermann im Team Alinghi zweifacher Sieger des America’s Cup 2003 und 2007. Eine mit Fotos dekorierte Wand im Clubhaus zeugt von den Erfolgen der Segler des Clubs.
Auch in Berlin sollte die Meldung zur Regatta am 19./20.10.2013 am Freitagabend erfolgen, damit am Wochenende die ausgeschriebenen sechs Wettfahrten wie geplant stattfinden konnten. Natürlich wurde die Regatta in diesem renommierten Club in Berlin von den guten Berliner Seglerinnen und Seglern dominiert. Umso erstaunter waren die Veranstalter, dass ein Pokal für den achten Platz an einen Jugendlichen aus dem seglerisch eher unbekannten Hessen verliehen wurde. Nach den ersten vier Wettfahrten bei wundervollem herbstlichem Wetter  am ersten Regattatag lag Felix Laukhardt sogar auf dem dritten Platz der 139 Segler. Am zweiten Tag spielten ihm seine Nerven jedoch wieder einen Streich und er fuhr am Morgen in der fünften Wettfahrt auf einen 20. Platz. Der 5. Platz in der sechsten Wettfahrt unterstrich jedoch dann wieder seine Klasse, so dass er in der Endwertung auf einem hervorragenden 8. Rang landete. Die Siegerehrung wurde neben dem Regattaleiter auch durch den Olympiasieger Bernd Jäkel durchgeführt, der zweiter Vorsitzender dieses Vereins ist.

Mit diesem Ergebnis sicherte sich der Fechenheimer nun endgültig die Qualifikation für die Teilnahme an der über den 1. Mai 2014 stattfindenden Ausscheidungsregatta der 80 besten deutschen Seglerinnen und Segler. Die Besten dieser Regatta werden an der Welt- und der Europameisterschaft im Optimist 2014 teilnehmen.

Doris Laukhardt


 

Am 15.11.2013 fand der Ehrenabend des Segelclub Undine in den Räumlichkeiten der Trattoria e Pizzeria Santa Lucia alla Torre statt. Ein Ereignis, welches sich jedes Jahr im November wiederholt. Vereinsmeister und Jubilare stehen im Mittelpunkt dieses Abends.

2013 war alles ein bischen anders. Wenn 60 Personen zu einem Vereinsehrenabend erscheinen, bei einem Verein der über ca. 100 Mitglieder verfügt, dann muss es etwas Besonderes geben und nicht nur neu gestellte Tische.

Neben dem Vereinsmeister gab es gleich 4 Jubilare zu Ehren. Die zahlreich erschienen Jugendlichen zeigten allen Altgedienten, dass mit dem Segelclub Undine auch in der Zukunft zu rechnen ist. Aber nun der Reihe nach.

Die Vereinsmeisterschaft wurde in vier Bootsklassen vergeben. Kajütboote, offene Kielboote, Jollen und die Klasse der Optimisten wurden geehrt. Neben dem entsprechenden Pokal in der Bootsklasse wurde jeder Vereinsmeister mit einem Kalender geehrt. Bei den Kajütbooten ging der Vereinsmeister an den Titelverteidiger Bernd Balke mit Vorschoterin Maryla Müller, die auch unser jüngstes Clubmitglied zum Ehrenabend mitbrachte. Alle anderen Bootsklassen gingen an die Familie Laukhardt. Bei den offenen Kielbooten an Stefan mit diversen Vorschotern, bei den Jollen an Thomas und bei den Optmisten an Felix.

Felix Laukhardt wurde zudem Hessenmeister in der Saison 2012/2013 und hat an zahlreichen nationalen und internationalen Veranstaltungen teilgenommen. Durch den 30. Platz bei den deutschen Meisterschaften kann er an den Qualifikationsläufen zur Welt- und Europameisterschaft teilnehmen. Derzeit ist Felix unser erfolgreichster Sportler im Verein.

Die Jugend besteht aber nicht nur aus Felix. Unter der Leitung von Doris Laukhardt hat sich in der Saison 2013 ein fester Kader von Jugendlichen gebildet, die regelmäßig an den Trainingseinheiten des Segelclubs Undine teilnehmen. Neben der Teilnahme an vereinsinternen Regatten sind Antonia und Max auf auswärtigen Regatten unterwegs und vertreten den Segelclub Undine im In- und Ausland. Am Vereinsehrenabend nahmen die Jugendlichen ihre Urkunden stolz in Empfang.

Bei den zu ehrenden Person wurden drei Mitglieder für 25jährige Treue zum Verein geehrt und ein Mitglied für seine 50jährige Mitgliedschaft. Aber wie kann jemand 50 Jahre Mitglied in einem Verein sein der erst 45 Jahre existiert?

Walter Genthe ist 1963 in die Segelabteilung des Offenbacher Rudervereins Undine eingetreten und hat mit seiner selbstgebauten Pinguin-Jolle erfolgreich an seinen ersten Regatten teilgenommen. Als sich 1969 die Vereine im alten Stadion auf dem Biberer Berg getrennt haben, wechselte Walter in den neu gegründeten Segelclub Undine. Bis zum Ende der 1990 Jahre ist Walter bei vielen Regatten mit gesegelt. Nach der Pinguin-Jolle kam ein Kosar, dann ein Holzfinn. Den Holzfinn besitzt er bis heute. Das Segeln ist eher zur Ausnahme geworden. Groß ist die Familie und Walter wird bei der Betreuung der Enkel zeitlich stark gefordert. Die Verbindung zum Verein ist aber nie abgerissen.

Für 25 Jahre wurde Wolfgang Kablitz geehrt, der mit seiner „Freitag“ schon zum gewohnten Bild am Wochenende auf dem Main gehört. Auch Erika Galonska-Klein gehört seit 25 Jahren zu den Aktiven im Verein. Mit ihrer Filou und der Damenmannschaft sind sie ein nicht zu unterschätzender Gegner bei den Regatten und den anschließenden Siegerehrungen. Maxi Behrend als Dritte im Bunde hat bereit Laufen auf dem Vereinsgelände gelernt. Jahrelang hat sie als Vorschoterin an Regatten auf dem Schiff ihres Vaters teilgenommen. Berufliche und private Veränderungen lassen dies nun nicht mehr zu. Als Bootsbesatzung der DLRG begleitet sie bis heute die Veranstaltungen des Segelclub Undine.

Allen Jubilaren, Vereinsmeistern und Mitgliedern herzlichen Dank für die geleistete Arbeit im Verein und das Engagement das Vereinsleben aufrecht zu halten und den Segelsport und den Segelclub Undine nach außen positiv darzustellen.

Klaus Mackeprang

Vorsitzender Segelclub Undine e.V.

Am 28./29.09.2013 waren die Optisegler des SCU mit Familien in Rastatt bei der Herbstwindregatta. Erstmals bei einer Opti B-Regatta gestartet ist Max Hedtke. Bei tollen spätsommerlichen Bedingungen (Wärme und Wind) konnten an diesem Wochenende fünf Wettfahrten gesegelt werden.

Nach drei Wettfahrten am Samstag konnte Max mit den Plätzen 16, 17 und 20 immer einige Seglerinnen und Segler hinter sich lassen. Felix Laukhardt hatte mit zwei ersten und einem zweiten Platz in Opti A einen erfolgreichen Start bei der Regatta. Da die Optiregatta gemeinsam mit der Europe-Regatta stattfand, ergab sich am Ende des letzten Tages für die Segler die Möglichkeit, eine Europe Probe zu segeln, was unsere beiden Jugendlichen auch gleich begeistert mitmachten.
Der erste Wettfahrttag endete bei einem gemütlichen Zusammensein der Eltern vor der „Wohnmobilburg“ bei lauen Temperaturen und gegrillten Würstchen sowie einem Filmeabend für die Jüngsten im Wohnmobil.

Am nächsten Morgen hieß es früh aufstehen, denn die letzten beiden Wettfahrten standen noch an. Mit einem 18. und einem 21. Platz konnte Max seine Platzierung ebenso festigen wie Felix mit einem 2. und einem 4. Platz. Felix kam nach der letzten Wettfahrt wutentbrannt vom Wasser, da ihm eine Europe an der Tonne die Vorfahrt genommen hatte mit den Worten „Ich bin ja sowieso schneller als du…“, was ihn einige Plätze kostete. Da dieses Ergebnis als schlechtestes aber sowieso gestrichen wurde, verzichtete er auf einen Protest.

In der Endabrechnung erreichte Max Hedtke in Opti B einen tollen 20. Platz von 25 Teilnehmern. Felix Laukhardt siegte im Feld der 15 Opti A-Segler und erhielt stolz den Wanderpokal, den bereits einige namhafte Optisegler bei sich zu Hause stehen hatten.

Doris Laukhardt