Der Eimer ist weg
Am 28 und 29.09.2013 fand beim Schwimmclub Niederad das traditionelle Blechdibbe statt. Für die Segler des Segelclub Undine, als Titelverteidiger, ein Pflichttermin. Mit 6 Booten war der Segelclub präsent. Jede Gruppe konnte mit 2 Booten besetzt werden. Bei teilweise strahlendem Sonnenschein und tatsächlich vorhandenem Wind traten 3 Vereine an, um den begehrten Eimer zu erlangen.
Dieses Mal machten die Frankfurter ernst. Neben schnellen Schiffen wurden die Segelexperten der Vereine ins Rennen geschickt. Lange nicht mehr gesehene Veteranen tauchten auf und machten dem Titelverteidiger das Leben schwer. Armin Balzer, Wettfahrtleiter und Ehrenvorsitzender des SCN04, wollte klare Entscheidung und verlangte den Teilnehmern alles ab. In insgesamt 5 Wettfahrten sollten eindeutige Verhältnisse geschaffen werden.
Nach den beiden Läufen am Samstag war das Ergebnis noch offen. Es zeichnete sich bereits ein neuer Favorit ab. Der Versuch des ausrichtenden Vereins, die Aktiven mithilfe von geistigen Getränken für den kommenden Tag auszuschalten, gelang allerdings nicht. In dieser Disziplin sind und bleiben die SCU‘ler ungeschlagen. Zur positiven Stimmung trugen alle Vereine bei, wobei im Sängerwettstreit die SKG weit vorn lag.
Die drei Läufe am Sonntag forderten Material und Kondition der Teilnehmer zum Teil über die Grenzen hinaus. Bei ruppigem Wind aus Ost, in Böen bis zu 5 Bf. hielt das Material nicht überall stand. Gerade die BM-Jollen hatten mit den plötzlich einfallenden Böen ihre Probleme.
Bei der Siegerehrung war dann klar, der Eimer bleibt in Frankfurt. Der Frankfurter Yachtclub war dieses Jahr nicht zu schlagen. Herzlichen Glückwunsch.
2014 werden wir schauen, ob er diese Dominanz aufrechterhalten kann, denn der Segelclub Undine wird wieder dabei sein, wenn der SCN04 zur Blechdibbe ruft.
Klaus Mackeprang
Vorschoter BM-Jolle
Eine erfolgreiche Saison des Seglernachwuchses geht zu Ende
Mit der Teilnahme am Maa-Cup des Segelclubs Undine OF e.V. und gleichzeitig Teil der Mission Olympic der Stadt Offenbach ist ein erfolgreiches Jahr des Seglernachwuchses zu Ende gegangen.

An der clubinternen Nachwuchsregatta am 7. und 8.9.13 konnten sechs Optiseglerinnen und –segler teilnehmen. Gesegelt wurde auf einem separaten, relativ kurzen Optikurs in drei Booten.

Die Besatzung und Zuordnung der Boote wurde so durchgetauscht, dass eine möglichst große Chancengleichheit entstand. Es wurde hart gekämpft. Sogar ein Protest musste verhandelt werden.

Das Ergebnis hätte nicht knapper sein können. Nachdem jeder Teilnehmer vier Wettfahrten gesegelt war, lagen drei der Regattateilnehmer bei Streichung des schlechtesten Ergebnisses mit gleicher Punktzahl vorne. Ein Entscheidungslauf dieser drei brachte die Entscheidung für die Verteilung der Pokale.
Es gewann im Entscheidungslauf souverän Timo Laukhardt vor Max Hedtke und Agatha Wycislik. 4. wurde Hannes Hedtke, 5. Corwin Jungjohann. Auf dem 6. Platz landete Maximilian Böck, der am Sonntag leider nicht mehr mitsegelte. Der Maa-Cup-Wanderpokal, der an den Club mit den besten Ergebnissen in allen Klassen vergeben wird, wurde in diesem Jahr an den ersten der Optimisten-Nachwuchssegler des SC-Undine vergeben.

Im Rahmen der Veranstaltung um den Maa-Cup zeigte sich die Jugend verantwortlich für Waffeln, Kuchen und Kaffee. Sie konnte damit ihren Jugendetat mit über 100,- Euro aufbessern. Diese kommen den in der Wintersaison geplanten Veranstaltungen zugute.
Besonders erfreulich ist, dass einer der Segler, Max Hedtke, am Ende der Saison so viel Spaß und Motivation hatte, dass er bereits am offenen Training des Hessischen Seglerverbands auf dem Langener Waldsee teilgenommen hat und auf seiner ersten Ranglistenregatta der Optimistenklasse in Rastatt starten wird. Die Verantwortlichen hoffen, dass im nächsten Jahr noch weitere Nachwuchsseglerinnen und -segler für den Segelclub Undine unterwegs sein werden.
Doris Laukhardt






Mission Olympic und der SCU
Es gab viele Skeptiker in Offenbach und auch im Segelclub Undine, die mit der Bewerbung der Stadt Offenbach zu diesem Event, nichts anfangen konnten.
Für uns Segler war bereits die Teilnahme an der Funzelfahrt, die selbst bei langgedienten Clubmitgliedern regelrechte Begeisterungsstürme ausbrechen ließ, ein Erlebnis. Ca. 60 bis 70 Boote befuhren den Main zwischen der Carl-Ulrich-Brücke und dem Haus der Bäcker.
Größtenteils waren die Schiffe mit Leuchtmitteln geschmückt, wobei der kleinste Teil eine BSH - Zulassung hatte. Besonders auffällig waren die Paddler, die ihre Boote mit fluoreszierenden Leuchtstäbchen geschmückt hatten. Aber auch die Ruderer hatten sich Mühe gegeben und sich mit aufgehängten Lampions nachfahrttauglich gemacht.
Die Segler fuhren mit standesgemäßer Petroleumleuchte im Top oder hatten mit Lichterketten über Top und Takel illuminiert. Als wahre Leuchtschiffe erwiesen sich die großen Motoryachten, die hell erleuchtet mit ihren Lichterketten den Weg vorgaben.
Der Korso setzte sich gegen 21:00 Uhr in Bewegung und es war einfach beeindruckend. Am Ufer sammelten sich zahlreiche Besucher die die Schiffe mit Applaus begrüßten. Dass der Korso von zwei Berufsschiffen passiert wurde, sah man erst in letzter Minute und erst nachdem der Bug mit Handscheinwerfern angeleuchtet wurde. Im ganzen Lichtermeer waren die Positionslichter der Berufsschifffahrt untergegangen. Alle Teilnehmer waren sich einig, ob Kanute, Ruderer, Segler oder Motorbootfahrer, so etwas hatte es bisher noch nicht auf dem Main gegeben. 24 Mitglieder des SCU sorgten mit der Teilnahme für die ersten Punkte im Wettstreit bei Mission Olympic.
Die für den Samstag angesagten 32 Grad und strahlender Sonnenschein sahen in der Realität etwas anders aus. Bis ca. 11:00 Uhr goss es in Strömen. Es war kalt und von Wind war nichts zu spüren. Der im Rahmen des Maa-Cup stattfindende „Cup der Nationen“ musste aber auf jeden Fall stattfinden. Um 13:45 Uhr versammelte sich eine Flotte von 23 Schiffen an der gedachten Startlinie. Insgesamt nahmen 11 Nationen an der Veranstaltung teil. Es gab Raritäten an Nationalflaggen zu bewundern, wie etwa Grönland oder Korsika
und segelnden Nationen, die auf dem Main sonst selten anzutreffen sind, wie z.B. Jamaika. Nur einer fehlte, der Wind. Der Stimmung tat dies keinen Abbruch. Jeder versuchte den korsischen Piraten zu entkommen, die laut singend eine Spur der Verwüstung im Regattafeld hinterließen. Nur die Jamaikaner ließen sich nicht aus der Ruhe bringen, woran dass bloß lag.
Die offizielle Jury aus Berlin machte sich auf dem Wasser einen Eindruck von der Veranstaltung und war vom Einsatzwillen aller Beteiligten schwer beeindruckt.
Nach 1 1/2 Stunden siegte der Hunger und das Feld bewegte sich zum Clubgelände des Segelclubs Undine. Nach einem internationalen Menü, Gyros aus der Pfanne, fand die Siegerehrung zum „Cup der Nationen“ statt. Da eine sportliche Komponente zur Vergabe des Pokals nicht gegeben war, wurde per Applausometer über das originellste Auftreten und die Authenzität der vertretenen Nation abgestimmt. Mit großem Vorsprung erhielt das korsische Boot den begehrten Pokal. Für Mission Olympic brachte der „Cup der Nationen“ 900 Punkte.
Der Sonntag sollte nun endlich die Entscheidung zum Maa-Cup bringen. Obwohl einige Crews noch angeschlagen vom Vortag waren, nahmen noch 13 Boote am ersten und einzigen Lauf teil. Bei anfänglichen zwei Windstärken wurden die Bedingungen nach zwei Runden so schlecht, dass auf die letzten Teilnehmer nicht mehr gewartet wurde. Die Regatta wurde abgeschossen.
Parallel zum „Cup der Nationen“ und zum Maa-Cup segelten die Jugendlichen auf den Optimisten ihren Sieger aus. Auf einem eigenen Kurs fanden wie bei den olympischen Spielen Vorläufe für einen Finallauf statt. Die Ehrung der Sieger fand gemeinsam statt.
Nach dem Mittagessen gab es die obligatorische Siegerehrung und jeder Teilnehmer erhielt ein Erinnerungsgeschenk. Die neu gestalteten Tassen fanden großen Zuspruch.
Erwähnenswert sind die Preisträger aus den befreundeten und benachbarten Vereinen, die seit langem mal wieder in die Kämpfe um die vorderen Plätze mit eingreifen konnten. Auch die Crew vom SC Inheiden auf ihrem 420 zeigte ihr seglerisches Können.
Herzlichen Glückwunsch und herzlich Willkommen zu den nächsten Veranstaltungen beim Segelclub Undine.
Am 28.11.2013 wird der Sieger beim Wettbewerb Mission Olympic bekannt gegeben. Dann werden wir sehen, ob uns auch ein Stück der Goldmedaille gehört.
Klaus Mackeprang
Teilnehmer, Preisrichter, Zähler, Vorsitzender
Das Blaue Band vom Frankfurter Spar-Club
Am 21. und 22.09.2013 fand auch dieses Jahr wieder die Herbstregatta des Frankfurter Yachtclub, genannt das „Blaue Band“, statt. Es ist schon bemerkenswert, wie viele Schiffe der FYC aufs Wasser bringen kann. Von den 22 gemeldeten Booten waren 18 vereinseigene Boote am Start. Für die vier Optimisten wurde eine eigene Bahn abgesteckt. Leider war die Beteiligung der benachbarten Vereine wieder überschaubar. Von der Undine waren wir wie jedes Jahr mit einer BM-Jolle dabei.
Zum ersten Mal wurde für die offenen Kielboote eine eigene Klasse gewertet, eine Änderung, die wir schon seit langem angeregt hatten.
Ergebnisse MaaCup sind online!
Die Ergebnisse des MaaCup sind online und im Downloadbereich zu finden.