Am 17. Und 18.08.2013 fand die traditionelle Segelregatta des Hanseatischen Segel Sport Club (HSSC) auf dem Main statt. Diese Veranstaltung ist ohne die Teilnahme des Segelclub Undine (SCU) kaum denkbar. Auch dieses Jahr stellte der SCU wieder 1/3 aller Schiffe. Bei 10 Booten kommt man schnell auf die Anzahl von drei Booten.
Diesmal kam der SCU aber nicht als Titelverteidiger, wie in den vergangenen Jahren, sonder mit neuen Crew`s, die erstmals auf diesem Revier unterwegs waren. Peter Keitz mit seiner Varianta stellte das größte Schiff der Veranstaltung und kann auf eine jahrelange Erfahrung zurückgreifen. Neu dabei war Renate Hühn-Kirschner mit ihrer BM-Jolle und Dirk Jungjohann mit seiner erst im August gekauften Liz-Jolle.
Wie in den vergangenen Jahren wurden wir herzlich beim HSSC begrüßt und wie in den letzten Jahren auch, zeigten sich die Windverhältnisse als kaum vorhanden. Zum Glück war aber auch die Strömung kaum vorhanden.
Die Regattaleitung unter Reinhard Gräber war aber wild entschlossen, die in der Ausschreibung angekündigten vier Läufe durchzuführen. Eine mutige Entscheidung, aber im nachhinein vertretbar. Schon der Start war spannend. Nicht durch packende Positionskämpfe, sondern eher durch die Gefahr über die Startlinie getrieben zu werden.
Die schweren Boote der Undine brauchen einfach mehr Wind. Schon am Samstag war klar, dass die Crew`s der Undine nicht in die Kämpfe um die Podestplätze eingreifen können. Nach zwei Läufen endete der Samstag bei strahlendem Sonnenschein mit leckeren Steaks und frischen selbstgemachten Salaten in gemütlicher Runde.
Der Sonntag sah vom Wetter eher ungemütlich aus. Regen kündigte sich an. Der Wind war noch unberechenbarer geworden. Es gab Augenblicke in denen er nicht vorhanden war und Momente, wo er plötzlich stark auffrischte. Damit sich die Gemüter nicht überhitzten fing es zwischendurch immer wieder an schwach zu regnen. Die Regattaleitung spannte den Schirm auf und startete den dritten Lauf um 11:30 Uhr. Kaum hatte das Feld die Luvtonne erreicht, schaltete der Wind komplett ab. Die Varianta lag wie ein Sperrschiff an der Tonne und jeder versuchte im großen Bogen dieses Hindernis zu umfahren. Um das Ganze noch spannender zu gestalten musste noch Platz für einen Talfahrer geschaffen werden.
Großzügig erlaubte die Regattaleitung den Einsatz des Paddels um die Boote aus der Gefahrenzone zu bringen. Es wurde nicht abgeschossen. Der vierte und letzte Lauf brachte die gewünschten Windverhältnisse und die Wettfahrt mit zwei Runden konnte zügig vor dem nächsten Schauer beendet werden.
Das leckere Essen versöhnte dann wieder Segler und die Regattaleitung. Bei der Siegerehrung war die Freude groß, dass der Pokal diesmal im ausrichtenden Verein verblieb. Ein Segelwochenende unter Freunden ging zu Ende und als die Segler der Undine auf eigenem Kiel den Heimweg antraten, schien die Sonne wieder. Im nächsten Jahr holen wir uns den Pokal wieder.
Klaus Mackeprang
Vorschoter der BM-Jolle