SCU-Segler gewinnen die Hessenregatta
Vom 17.05.2014 bis zum 23.05.2014 fand zum 23. Mal die Hessenregatta auf der Ostsee statt. Die Hessenregatta gilt als inoffizielle Hessenmeisterschaft der hessischen Fahrtensegler und zieht jedes Jahr viele hessische und norddeutsche Segler in seinen Bann. Seit 2 Jahren wird die Zahl der teilnehmenden Boote begrenzt, da die organisatorischen Kapazitäten aus- geschöpft sind. Das Startfeld wird auf 80 Yachten begrenzt. 2014 nahmen 78 Yachten mit 380 Crewmitgliedern teil.
Der Hessencup ist neben vielen anderen Preisen und Pokalen die höchste Auszeichnung die an einen Verein vergeben werden kann. Der Verein muss mit mindestens drei Booten an der Veranstaltung teilnehmen um in die Wertung zu kommen. Zehn hessische Vereine haben sich dieses Jahr für den Hessencup qualifiziert. 2014 konnte nach langer Abstinenz der Segelclub Undine wieder mit drei Booten an der Veranstaltung teilnehmen. Besonderes Highlight war die einzige reine Damencrew der Veranstaltung. Mit einem Frauenanteil von insgesamt 50% zeigte der Segelclub Undine eindrucksvoll, dass Segeln keine reine Männerdomäne ist.
Bereits zu Beginn der Veranstaltung machten die Frauen nicht nur durch ihre Crewkleidung optisch auf sich aufmerksam. Bereits in der ersten Wettfahrt erzielten sie einen respektablen zweiten Platz in ihrer Gruppe. Auch die anderen beiden Boote fuhren im vorderen Drittel mit.
Bereits in Warnemünde wurde den Seglerinnen und Seglern der Undine Respekt gezeigt. Ein ganzseitiger Artikel in der Ostseezeitung stellte die Veranstaltung vor und machte die Damencrew mit Bild zum Aufhänger des Berichtes.
Selbst bei der Schuppenfete mit Live-Band in Warnemünde wurde mit vollem Einsatz gefeiert und so verwunderte es nicht, dass zeitweise 50% der Tanzfläche den Undine Seglern gehörte.
Im Verlauf der weiteren Wettfahrten wurde deutlich, dass der Segelclub Undine ein ernst zu nehmender Gegner ist. Die letzte Wettfahrt von Grömitz nach Fehmarn krönte die Damencrew als schnellstes Schiff aller Yachten.
Bei der Siegerehrung wurde deutlich welche Leistungen erbracht wurden. Der Segelclub Undine durfte mehrmals die Bühne betreten, um entsprechend geehrt zu werden.
Die Damencrew um Skipperin Erika Galonska-Klein erhielt einen Pokal für den dritten Platz in ihrer Wertungsgruppe. Dazu kam der Pokal „Runing Home“ für die schnellste Fahrt von Grömitz nach Fehmarn, gespendet durch den Tourismusservice Fehmarn. Zusätzlich erhielt Erika Galonska-Klein den Ehrenpokal des hessischen Ministerpräsidenten für die Förderung des Segelsports. Begründung: Bereits in den Wintermonaten wurden Crewtreffen veranstaltet um in Taktik, Navigation und Seemannschaft sich auf die Veranstaltung vorzubereiten. Von der sechsköpfigen Crew sind zwei Frauen zum ersten Mal bei einer solchen Veranstaltung dabei.
Den krönenden Abschluss bildete die Verleihung des Hessencup. Mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,02 Punkten gewinnt der Verein mit Skipperin Erika Galonska-Klein, Skipper Bernd Balke und Skipper Dieter Staab, als Gesamtleistung vor dem letztjährigen Gewinner, dem Friedrichsdorfer Yachtclub, erstmalig in der Vereinsgeschichte, den Hessencup.
Klaus Mackeprang
Vorsitzender Segelclub Undine
Nottaufe von „iGuude“
Die ganze Gruppe unserer aktiven Regattasegler im Ooptimist hat am 22.06.2014 gemeinsam die Nottaufe des neuen Club-Lasers durchgeführt. Im Chor wurde dem neu erworbenen Boot „iGuude“ „eine gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unter dem Schwert“ gewünscht, während der achtjährige Nikolas als Jüngster Neptun einen ordentlichen Schluck alkoholfreien Sekt opferte.
Mit Zuschüssen des Landessportbunds, der Sportstiftung der Städtischen Sparkasse Offenbach a.M. sowie der Stadt Offenbach konnte das neue Regattaboot für die Jugend des Segelclubs Undine e.V. Offenbach anschafft werden.
Bereits am kommenden Wochenende wird das neue Boot unter Felix erstmals in Biblis zu Wasser gelassen und beim ersten Lauf zur Hessenmeisterschaft 2014 der Laser starten.
SCU (erstmals?) bei der Rheinwoche vertreten
Die „Rheinwoche“, die legendäre Regatta über Pfingsten auf dem Rhein, fand dieses Jahr zum 92. Mal statt – und dieses mal mit SCU-Beteiligung. Stefan G. Gfrörer und Michael Groß mit ihrer Lis-Jolle „Babelfisch“ nahmen in der Klasse „Yardstick >110“ teil und belegten einen ansehlichen Platz im Mittelfeld.
Freitag vor Pfingsten: In Oberwinter (etwas stromaufwärts von Bonn) treffen nach und nach ca. 120 Segelboote ein. Vom Laser, über Kieljollen und kleinen Yachten bis zu Racern ist alles dabei. Gut wer sein Boot slippen kann und nicht auf den Kran angwiesen ist. So bleibt genug Zeit den Trailer zum Trailerplatz im Zielhafen Duisburg zu bringen und den Shuttle-Bus zurück zu nehmen, um rechtzeitig zu „Regatta-Heiligabend“, der Auftaktveranstaltung am Abend dabei zu sein.
Am Samstag morgen wird’s ernst. Reicht der Wind? Es ist Südost-Wind, also mit der Strömung, da muss schon etwas mehr Wind sein. Nach Startverschiebung geht’s los: Die Babelfisch startet in der siebten Gruppe. Da gilt es das richtige Startsignal abzupassen und –genauso wichtig- nicht vorher über die Startlinie zu treiben, denn bei Wind von knapp 3 Bft lässt sich’s stromaufwärts nicht mehr kreuzen, da rückt die Startlinie schnell gefährlich nahe. Und dann gilt’s nur noch den Rückenwind bei ausgebaumter Fock (ja das ist nach Klassenvorschrift erlaubt) möglichst gut mitzunehmen. Aber nein, da gibt’s ja noch etwas, was beachtet werden muss: Wo ist der beste Strom? Lohnt es sich abzukürzen oder besser den weiten Weg außen rum zu segeln? Und dann kommt da plötzlich so ein großes Berufsschiff, da fahren auf dem Main im Vergleich ja nur Spielzeugboote.
Nach rund 2½ Stunden ist die erste Wettfahrt beendet. Schnell die Hafeneinfahrt finden (bevor einen die Strömung am Mittagessen vorbeitreibt), irgendwo im Päckchen festmachen, im Vorbeigehen die fragenden Gesichter der Steglieger registrieren (weil diese sich wundern, was da plötzlich 120 Segler und ein großes Fahrgastausflugsschiff in ihrem kleinen Hafen machen) und schnell zum Mittagessen auf die begleitende Basisstation „Eureka V“.
Doch zum nächsten Start bleibt doch noch etwas Pause. Wieder eine aufregende Startprozedur, wieder Vorwindkurs. Doch der Wind lässt nach und irgendwann ist er nur noch so schnell wie die Strömung; d.h. schlaffe Segel und kein Segeln mehr. Die begleitende DLRG wird mehrmals benötigt im letzten Moment einen Segler vor dem Bug eines Berufsschiffs wegzuziehen. Kein Wind, Abbruch, schade. Doch Köln-Porz erwartet uns mit einem schönen Hafen, einem tollen Club, tolles Abendprogramm mit Livemusik, Kölsch und natürlich viel Seglerschnack.
Die dritte Wettfahrt am Sonntag Vormittag wird leider erst gar nicht gestartet, aber trotzdem muss der ganze Troß weitergehen. Also mit der Schleppleine winken und sich an ein motorisiertes Boot hängen und sich rheinabwärts schleppen lassen. Wenigstens genug Zeit Köln vom Wasser aus anzuschauen.
Aber aber Nachmittag werden die Segler entschädigt: Von Leverkusen-Hitdorf nach Düsseldorf, 40 Rheinkilometer, endlich Wind aus NW, der durch die Strömung noch scheinbar verstärkt wird. Endlich segeln, endlich am Wind kreuzen, endlich richtig Regatta. Der Start läuft gut, aber was macht plötzlich das Berufsschiff da – und fort ist das Feld. Aber nicht aufgeben, dran bleiben heißt die Devise – auch wenn die Babelfisch-Segler plötzlich recht alleine sind. 400m vornedran das Hauptfeld, 400m hintendran die Nachzügler.
Aber langsam kommt der notwendige Rhythmus so zu kreuzen, dass der optimale Kurs alles berücksichtigt: Strömung, flache Uferstellen, Winddreher am Ufer und am wichtigsten: Die Ideallinie um die fahrenden Hindernisse, vulgo: Berufsschiffahrt. Ja! Jetzt durch’s Schraubewasser des Bergfahrers und schon wieder 25m gut gemacht. Und was macht das Hauptfeld da vorne? Es steht (fast). Und wir kommen näher, weil wir noch etwas Wind haben. Aber erst mal werden ein paar BMs und Variantas überholt, die gar nicht zu unserer Gruppe gehören, sondern 5 min. früher gestartet sind. Und als wir wieder dran sind, kommt auch der Wind wieder und weiter geht die Fahrt durch wunderschöne Flußlandschaft, die hier von großen Rheinschleifen (bis 180°) geprägt ist. Nach vier Stunden Segelei auf den letzten Kilometern in wunderschönen sonnendurchflutetenden Nachmittagsstunden durch Düsseldorf geht’s zum altehrwürdigen Düsseldorfer Yachtclub. Jetzt die große Umstellung hinter sich bringen: Von Kölsch auf Alt, was aber nach vier Stunden Powersegeln und vier Stunden Sonne pur nicht allzu schwer fällt.
Am Montag sollte die letzte Wettfahrt nach Duisburg gehen, aber wiederum lässt’s der (mangelnde) Wind nicht zu, also gemütlicher Schlepp und Zeit zum Sightseeing und Sonnenbaden. Segeln wäre uns lieber gewesen. Im Zielhafen dann noch das große Gedränge am Kran hinter sich bringen, Boot verzurren, Sieger beklatschen und dann nach Hause.
Im Gepäck viel Erinnerungen an eine tolle Segel- und Regattaveranstaltung mit viele neuen Eindrücken: eine tolle Segelgemeinschaft, super Organisation, das besondere Segeln auf dem Rhein, die unterschiedlichen Boote (von einem behäbigen „Drascombe Longboat“ bis zu Racern wie „B/one“ oder „Streamline“), die unterschiedlichen Mannschaften (von ambitionierten Regattaseglern über Hobbysegler bis zu Familienmannschaften). Und die Überzeugung dabei: Da muss man dabei gewesen sein; das war nicht das letzte Mal!
Stefan G. Gfrörer
420er Team SC Undine/ SC Rheingau für IDJM qualifiziert
Seit März segeln sie zusammen und nun schon in Rekordzeit die Qualifikationspunkte geholt, die für die Teilnahme an der Internationalen Deutsche Jugendmeisterschaft der 420er-Klasse (IDJM) im Herbst berechtigen: Antonia Gfrörer von der SC Undine und Lucas Suarez vom Segelclub Rheingau (Walluf).
Perfekt wurde die Qualifikation mit einer großartigen Leistung bei der Thüringer Landesmeisterschaft am letzten Wochenende (21./22.06.) auf dem Bleilochsee: Antonia/Lucas segelten in allen Läufen im Spitzenfeld mit; u.a. gegen Segler mit -zig Jahren 420er und Reviererfahrung. Nach einem ersten Herantasten im ersten Lauf und einem fünften Platz, wurde im zweiten und dritten Lauf mit einem dritten und einem zweiten nachgelegt. Am zweiten Regattatag wurde mit zwei vierten Plätzen die gute Leistung vom Vortag bestätigt. Das ergab dann einen knappen (weil punktgleiche und unglückliche Punktekonstellation) vierten Gesamtplatz (von 15); d.h. das Treppchen verfehlt, aber die Qualifikation reingeholt.
Antonia (13) ist ja in der SC Undine keine Unbekannte: In drei Regattajahren im Optimist konnte sie schon wertvolle Regattaerfahrung gewinnen. Nicht nur bei kleinen Regatten in Hessen sondern deutschlandweit und international unterwegs, u.a. bei der Dutch Youth oder beim Lake Garda Meeting, mit über 1000 Teilnehmern, die größte Klassenregatta der Welt. Dennoch beschloss sie, im Herbst letzten Jahres schon früh in den 420er umzusteigen, und konnte an einem ersten Training mit teilnehmen.
Glück war, dass Lucas (15) vom SC Rheingau, einen Steuermann suchte und mit Antonia die ideale Steuerfrau (Gewicht-/Größenkombination) fand. Und vice versa, Lucas der ideale Vorschoter für den 420er ist. Mit viel Training, starkem Ehrgeiz und großer Sportlichkeit wurden schnell große seglerische Fortschritte gemacht.
Vor der Qualifikation lag harte Arbeit: Schon im März ging es zum Training auf’s Wasser. Über Ostern konnte zwei Wochen am Comer See trainiert werden; erste Regatten wurden gesegelt. Trainiert wurde die Mannschaft von Reinhard Linke, Kadertrainer des HSeV, der überglücklich kommentiert: „Tolle Leistung der sehr jungen Mannschaft. Die Qualifikation war ein Versuch wert, dass es so gut und schnell geschafft wird, damit war nicht zu rechnen. Ein großer Erfolg! Gratulation!“
All dies war auch nur möglich durch die großzügige Unterstützung des SC Undine, der ohne Umstände den Vereins-420er der vereinsgemischten Mannschaft zur Verfügung stellte.
Stefan G. Gfrörer
SCU-Jugend bei DODV-Training und Regatta in Schotten
Am 10. und 11.5.2014 gab es ein Opti-Training der DODV in Schotten zur Vorbereitung für die Regatta, die am nächsten Wochenende stattfinden sollte, an dem u.a. sechs Jugendsegler des SCU teilnahmen.
Es herrschte ein Wind von 4 Bft. (Böen sogar bis 5 Bft.), so dass manche ziemlich kämpfen mussten. Am Ende kamen dann doch fast alle wieder zum Steg und nur noch drei Boote segelten noch. Am Sonntag veränderten sich die Windverhältnisse nicht und teilweise regnete es in Strömen, so dass alle Kinder nach wenigen Minuten aussahen als wären sie gekentert. Manche erlebten solche Bedingungen zum ersten mal und konnten viel lernen. Trotz der schweren Wetterverhältnisse war es ein schönes Wochenende für Max, Hannes, Timo, Felix, Nikolas und Agatha.
Am 17. und 18.5.2014 nahmen Agatha und Timo mit acht anderen Teilnehmern dann an der Regatta teil. Das Wetter war schön aber der Wind war bei 2-3 Bft. nicht sehr stark. Am Samstag wurden drei Wettfahrten gestartet, am Sonntag eine. 
Mit großem Vorsprung gewann Björn Fischer (WVSL) die Regatta. Agatha schaffte es auf Platz 7 und Timo auf Platz 8. Die beiden haben sehr viel Spaß gehabt.
Agatha Wycislik