Training statt Hessenmeisterschaft
Mangels gemeldeter Segler musste die für den 05. und 06.04.2014 geplante Hessenmeisterschaft in Inheiden leider abgesagt werden. Für die aktiven Neueinsteiger des Segelclub Undine, die dort ihre erste Regatta im Optimist segeln wollten, eine äußert traurige Entscheidung. Als kleinen Trost bot der
Vorsitzende des dort ansässigen Segelclubs Klaus Lachmann den Seglern des Segelclubs Undine alternativ die Benutzung der Klubanlagen, des Motorbootes und des Sees für ein Trainingswochenende an. Eine Superchance auf entspannte Trainingsmöglichkeiten für die Segler vom Main.
So rollten trotz abgesagter Regatta am Freitagabend drei Familien mit sechs segelbegeisterten Kindern und Jugendlichen und ebenso vielen Segelbooten auf dem Gelände am Inheidener See bei Hungen (Wetterau) ein. Noch am Abend wurden die Boote von den Mehrfachtrailern und dem Autodach geladen und für das Segeln vorbereitet, während die Kohlen auf dem Grill angefacht wurden. Bei lauen Temperaturen mit gegrillten Steaks und Salaten konnte das Wochenende beginnen.
Der nächste Morgen begann mit Frühsport und einem ausgiebigen Frühstück, währenddessen ein heftiger Regen einsetzte. Felix Laukhardt, selbst erfahrener und noch aktiver Optisegler, übernahm die Schulung des Nachwuchses. Nach
einer Theorieeinheit wurden bei letzten Regentropfen die Boote aufgebaut und ins Wasser geschoben. Drei Stunden Wasserarbeit mit kleinen Trainingswettfahrten und Eingewöhnung nach der langen Winterpause waren anstrengend, obwohl nur ein leichter Wind blies. Nach der Mittagspause stand bei noch weniger Wind eine Übungseinheit für Bootsgefühl auf der Agenda: Segeln auf dem Bootsrand stehend, Hinaufklettern auf den Mast ohne zu kentern oder Boot-Ballspiel. Die jungen Seglerinnen und Segler waren mit Spaß und Feuereifer dabei, sodass alle im Anschluss an den Filmabend schlagkaputt in ihre Betten fielen.
Auch der Sonntagmorgen begann mit Frühsport. Aufgrund des lange herrschenden Nebels konnten die Seglerinnen und Segler nicht aufs Wasser hinaus und beschäftigten sich erneut mit verschiedenen Themen des Regattasegelns. Gegen Mittag verzog sich der Nebel zwar, aber an Wind war nicht zu denken, so dass alle Boote wieder abgebaut und verladen wurden; die Eltern kümmerten sich zudem um die Säuberung des Klubhauses. Pünktlich zur Heimfahrt kam der Wind wieder, konnte aber leider nicht mehr von den jungen Wassersportlern genutzt werden.
Es war ein tolles Wochenende mit begeisterten Gesichtern, einer super Stimmung und einer weiter zusammen gewachsenen Jugendgruppe. Agatha, Hannes, Max, Nikolas und Timo konnten viele Erfahrungen mit nach Hause nehmen, obwohl sich manche etwas mehr Wind gewünscht hätten.
Vielen Dank an den Segelclub Inheiden, der den jungen Seglern vom Main diese tolle Erfahrung ermöglicht hat.
Doris Laukhardt
Felix Laukhardt bei Sportgala Offenbach geehrt
Im Rahmen der Sportgala der Stadt Offenbach am 28.03.2014 im Kapitol wurde Felix Laukhardt vom Segelclub Undine für seinen Hessenmeistertitel 2012/2013 im Optimist mit der Bronzenen Ehrenplakette ausgezeichnet.
Kim-Christjan Sator vom Nachbarverein ORV-S wurde ebenfalls mit der Bronzenen Ehrenplakette für seinen Distriktmeister 2013 im Laser geehrt.
Das Rahmenprogramm wurde aufgrund des Rettungsschirms in diesem Jahr kostengünstiger gehalten und überwiegend unter der Mitwirkung der Offenbacher Vereine gestaltet. Als Hauptattraktion war eine asiatische Balance-Akrobatin geladen, die mit einer akribischen Ruhe und Geduld 15 Palmrippen zu einem riesigen Mobile aufeinander legte und balancierte.
Trotz Sparmaßnahmen gelang es der Stadt Offenbach, die erfolgreichen Sportler in einem feierlichen Rahmen angemessen für ihre Leistungen zu ehren.
Doris Laukhardt
Regattatheorie für Nachwuchssegler
Der Segelclub Undine schickt weitere Jugendliche auf die Regattapiste. Fünf der aktiven Opti-Einsteiger des letzten Jahres wollen jetzt auch auf auswärtigen Opti-Regatten aktiv werden. Damit der Einstieg in das Regattaleben für Agatha, Corwin, Hannes, Max und Timo auch klappt, hat sich Felix Laukhardt bereit erklärt, sein Wissen entsprechend weiterzugeben.
In einer mehrstündigen Veranstaltung mit gut vorbereiteter Powerpoint-Präsentation führte Felix die Neulinge am 02.02.2014 in die Welt der Regattasegler ein und erklärte die wichtigsten Punkte in kleinen aber anspruchsvollen
Häppchen, von der Meldung und der Vorbereitung auf die Veranstaltung bis hin zum Verhalten nach den Wettfahrten. Es wurde über die Vorstartphase, die Findung der richtigen Startseite und das Verhalten beim Start gesprochen. Welche speziellen Vorfahrtsregeln gelten an der Tonne und wie werden die einzelnen Tonnenmanöver gefahren? Auch der Bootstrimm durfte im Programm nicht fehlen.
Unterbrochen wurde die geballte Wissensvermittlung von einer leckeren Lasagne und Bewegung im Freien nach dem Mittagessen. Außerdem halfen selbstgebackene Plätzchen von Agatha, Gummibärchen und Schokolade beim Denken. Nach getaner Arbeit wurde das gute Wetter noch einmal für reichlich Bewegung bei gemeinsamen Spielen im Freien genutzt.
Mit Mohnkuchen von Sanne fand am Schluss noch ein kurzes Feedback mit den Eltern statt. Hier formulierten die jungen Segler ihre teilweise ambitioni
erten Ziele, die sie sich für dieses Jahr gesetzt haben. Mit den Eltern, die sich jetzt über die entsprechende Organisation Gedanken machen müssen, wurden die nächsten Schritte besprochen. Bereits am übernächsten Tag waren neben Felix in Opti-A fünf junge Opti-B-Segler des SCU zur Hessenmeisterschaft in Inheiden Anfang April gemeldet, übrigens die ersten Meldungen in Opti-B überhaupt.
Doris Laukhardt SCU
Jugendarbeit der SCU anerkannt
Am 15.03.2014 fand der hessische Seglertag in Wiesbaden statt. Um die Bedeutung der Veranstaltung zu unterstreichen, nahm der neugewählte Vorsitzende des Deutschen Seglerverbandes Dr. Andreas Lochbrunner an der Veranstaltung teil.
Für den Segelclub Undine e.V. war neben den üblichen Tagesordnungspunkten der Punkt „Ehrungen“ ein besonders freudiger Anlass. Dabei steht die erfolgreiche Jugendarbeit im Focus der Ehrungen. Die zum ersten Mal vom hessischen Seglerverband vergebene Auszeichnung „für vorbildliche Jugendarbeit“ ging an den Segelclub Undine. Für das Jahr 2014 wurde diese Auszeichnung nur einmal vergeben, was den Stolz des ersten Vorsitzenden des Segelclubs Undine nicht gerade schmälerte. In einer kurzen Ansprache wies er auf die gemachten Erfahrungen in der Jugendarbeit hin und wies auf die sich verändernden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für das Vereine hin. Für eine erfolgreiche Jugendarbeit ist die Beteiligung der Eltern Grundvoraussetzung zum erfolgreichen Gelingen, welche sich unter anderem in sportlichen Spitzenleistungen auszeichnet. Der Breitensport darf dabei aber nicht zu kurz kommen, so das Fazit des Vorsitzenden. Der Verein hat für die Rahmenbedingungen zu sorgen und leitet Jugendliche wie Eltern an. Ein Abgeben der Kinder und Jugendliche am Tor des Vereinsgeländes um sie zu bespaßen, kann nicht im Interesse der Vereine liegen. Anhand des Applauses am Ende des kleinen Vortrages kann man davon ausgehen, dass diese Meinung von vielen anderen Vereinen geteilt wird.
Für den Segelclub Undine ist diese Auszeichnung Ansporn den eingeschlagenen Weg in der Jugendarbeit fortzusetzen. Mit der Anschaffung eines neuen Jugendbootes 2014 unterstreicht der Verein, trotz des hohen finanziellen Aufwandes, die Bereitschaft, weiter in die Jugend zu investieren. Damit wird dem heutigen Jugendlichen eine Perspektive gegeben in eine andere Bootsklasse zu wechseln und den Sport auch zukünftig erfolgreich ausüben zu können. Durch die Auswahl der zur Verfügung gestellten Boote werden alle Optionen für die Zukunft offen gehalten.
Derzeit stellt der Segelclub Undine den Hessenmeister in der Bootsklasse der Optimisten. Um auch die zukünftigen Entscheidungen des hessischen Seglerverbandes mit zu Beeinflussen und anstehende Entwicklungen rechtzeitig zu erkennen, ist der Jugendseglerrat mit zwei Jugendlichen des Segelclub Undine besetzt. Besser können die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Jugendarbeit nicht sein.
Klaus Mackeprang
Vorsitzender Segelclub Undine e.V.
SCU-Jugend im Erlebnisbad
Spaß in der Wintersaison hatten die Jugendlichen des SCU mit ihren Eltern am letzten Tag der Weihnachtsferien im Monte Mare in Obertshausen. Nach einer Trainingsstunde mit Schwimmen und Tauchen für die Fitness der jungen Segler amüsierten sich die Junioren auf den verschiedenen Rutschen und bei selbst
organisierten Tauchspielen, während sich die Eltern vor den Massagedüsen und in der Frischluft bei angeregten Gesprächen oder im Dampfbad entspannten. Alle hatten riesigen Spaß dabei, sogar die Urlauber, die erst in der Nacht zuvor aus dem Schnee zurück-gekommen waren.
Doris Laukhardt, SCU