Seglerisch ereignisreiche Herbstferien liegen hinter ihm. Direkt nach der Schule ging es auf die Autobahn in den Nordosten von Deutschland. Bereits am Abend sollte die Meldung zur Opti-Regatta am 12. und 13.10.2013 in Schwerin erfolgen, damit Felix Laukhardt am nächsten Morgen um 10 Uhr mit den anderen 390 Opti-Seglerinnen und -Seglern (265 davon alleine in Opti-A) sein Segelboot konzentriert ins Wasser schieben konnte. Die anderen Jugendbootklassen (Laser 4.7, Laser Radial, Europe) starteten von einer anderen Seite des Sees.
Bei gutem Wind und herbstlichem Wetter konnten die jungen Wassersportler bereits am Samstag vier gute Wettfahrten segeln. Felix Laukhardt lag am Ende des ersten Wettfahrttages auf einem guten 27. Platz und war damit für das Goldfleet qualifiziert. Am zweiten Wettfahrttag flaute der Wind bei herrlichem Sonnenschein immer weiter ab. Das sechste und letzte Rennen wurde unter fraglichen Bedingungen laufen gelassen. Nach einer guten Startkreuz blieb Felix an der Tonne in der Flaute liegen und der restliche Pulk holte die Führenden ein, so dass ein geordnetes Fortkommen nicht möglich war. Die Regattaleitung griff leider nicht durch und wertete diese Wettfahrt. Da bei Felix auch die fünfte Wettfahrt nicht sehr erfolgreich verlaufen war, fiel er auf einen immer noch sehr guten 37. Platz in der Gesamtwertung zurück. Die ebenfalls für den SCU startende Antonia Gfrörer qualifizierte sich mit einem 170. Platz für das Silberfleet. Sie kam mit den Bedingungen am zweiten Wettfahrttag besser zurecht und konnte sich auf einen 153. Platz in der Gesamtwertung verbessern. Für Antonia sollte diese Regatta die letzte im Opti sein, da sie die Bootsklasse wechseln wird. Sie möchte in Zukunft den Segelclub Undine Offenbach e.V. im 420er repräsentieren.
Noch am Sonntagnachmittag ging es für die Trainingsgruppe des Niedersächsischen Kaders und mit ihm Felix Laukhardt weiter zum Training nach Warnemünde. Während dieser Woche konnte Felix sein neu erworbenes Segel einfahren und den Trimm hierfür optimieren. Neben Frühsport und theoretischen Einheiten wurde bei verschiedenen Wetterbedingungen täglich auf der Ostsee gesegelt. Die Wassereinheit am Freitagvormittag musste jedoch ausfallen, da durch den Sturm der Nacht die Wellen noch etwa zwei Meter hoch waren und direkt an der Hafeneinfahrt brachen. Die kleinen Optimisten wären beim Auslaufen vermutlich gleich vollgelaufen und dann nicht mehr manövrierbar. Diese Gefahr wollte die Trainerin nicht eingehen. So wurden die Boote bereits am Vormittag verpackt und die Trainingsgruppe konnte nach einer weiteren Theorieeinheit am Nachmittag Richtung Berlin weiterfahren.
In dem renommierten Yachtclub Berlin-Grünau am Müggelsee konnten bereits vor DDR-Zeiten bis heute viele große Erfolge gefeiert werden, unter anderem die zweifachen Olympiasieger in der Soling-Klasse (Schümann/Jäkel/Flach). Die Schweiz wurde mit Bernd Schümann als Steuermann im Team Alinghi zweifacher Sieger des America’s Cup 2003 und 2007. Eine mit Fotos dekorierte Wand im Clubhaus zeugt von den Erfolgen der Segler des Clubs.
Auch in Berlin sollte d
ie Meldung zur Regatta am 19./20.10.2013 am Freitagabend erfolgen, damit am Wochenende die ausgeschriebenen sechs Wettfahrten wie geplant stattfinden konnten. Natürlich wurde die Regatta in diesem renommierten Club in Berlin von den guten Berliner Seglerinnen und Seglern dominiert. Umso erstaunter waren die Veranstalter, dass ein Pokal für den achten Platz an einen Jugendlichen aus dem seglerisch eher unbekannten Hessen verliehen wurde. Nach den ersten vier Wettfahrten bei wundervollem herbstlichem Wetter am ersten Regattatag lag Felix Laukhardt sogar auf dem dritten Platz der 139 Segler. Am zweiten Tag spielten ihm seine Nerven jedoch wieder einen Streich und er fuhr am Morgen in der fünften Wettfahrt auf einen 20. Platz. Der 5. Platz in der sechsten Wettfahrt unterstrich jedoch dann wieder seine Klasse, so dass er in der Endwertung auf einem hervorragenden 8. Rang landete. Die Siegerehrung wurde neben dem Regattaleiter auch durch den Olympiasieger Bernd Jäkel durchgeführt, der zweiter Vorsitzender dieses Vereins ist.
Mit diesem Ergebnis sicherte sich der Fechenheimer nun endgültig die Qualifikation für die Teilnahme an der über den 1. Mai 2014 stattfindenden Ausscheidungsregatta der 80 besten deutschen Seglerinnen und Segler. Die Besten dieser Regatta werden an der Welt- und der Europameisterschaft im Optimist 2014 teilnehmen.
Doris Laukhardt