Frankfurter Stadtmeister 2016 kommen aus Offenbach
Eigentlich ein Routinetermin in der alljährlichen Regattaplanung, den sich ein aktiver Segler am Main merken sollte. Dennoch wird es jedes Jahr schwieriger, die Terminplanung darauf abzustimmen.
Die Wettervorhersage sorgte für wenig Erbauliches, sodass der eine oder andere Freizeitsegler lieber zu Hause blieb. Allen Daheimgebliebenen muss man allerdings sagen, sie haben etwas verpasst, zumindest am Samstag.
Wer sich an die letzten Jahre der Frankfurter Stadtmeisterschaft erinnert, weiß, dass gerade diese Regatta häufig von mangelnden Wind geprägt war und viele Läufe mangels Windmasse ausfielen.
Eine hochflexible Regattaleitung schaffte es dieses Jahr, den Wind auf den Punkt einzufangen. So gingen 2 Startgruppen, 10 Jollen und 6 Dicks
chiffe, an den Start. Für die Dickschiffe waren die Windverhältnisse grenzwertig, daher brauchten diese nur eine Runde zu absolvieren. Für die Jollen war nach 2 Runden Schluss.
Insgesamt waren 4 Wettfahrten ausgeschrieben. Die Wettervorhersage für den Sonntag sagte zwar bessere Windverhältnisse voraus aber auch jede Menge Regen. So war es nicht verwunderlich, dass die Regattaleitung versuchte, so viel wie möglich am Samstag zu erledigen. Tatsächlich wurden am Samstag drei Läufe gesegelt.
Bei den Dickschiffen fuhr die BM Jolle mit Dieter und Klaus vom Segelclub Undine aus Offenbach mit. Samstagmorgen auf eigenem Kiel angereist, waren die Beiden nach anfänglichen Schwierigkeiten in der Klasse der Dickschiffe nicht zu schlagen. Nachdem auch klar war, auf welcher Seite die Bahnmarken gerundet werden, gab es kein Halten mehr. Ein dritter Platz und zwei erste Plätze reichten für den Gesamtsieg aus. Weshalb am Samstag schon klar war, wer am Sonntag Frankfurter Stadtmeister in der Klasse der Dickschiffe wird!
Nach einem üppigen Frühstück in Hotelqualität am Sonntag in der SKG wurde schnell deutlich, dass es zu keiner weiteren Wettfahrt kommen wird.
Bereits um 8:00 Uhr war der Regen so stark, dass die Dachrinnen das Wasser nicht mehr abtransportieren konnten. Im Verlauf des Vormittags nahm der Regen noch zu und die flexible Regattaleitung kündigte für 11:00 Uhr die Siegerehrung an. Die durchgeführten 3 Wettfahrten reichten für eine ordentliche Wertung aus. Die Siegerehrung wurde aufgrund des Regens in der Bootshalle zelebriert. Im Nachhinein eine gut organisierte Veranstaltung mit prima Versorgung und guter Planung.
Als wir gegen 12:00 Uhr unser Boot für den Rückweg nach Offenbach fertig machten, hörte es auf zu regnen und die Sonne kam durch. Wir werden 2017 wieder bei der Frankfurter Stadtmeisterschaft in der SKG dabei sein.
Klaus Mackeprang
Vorschoter auf der BM
SCU-Jugend bei Bostalsee Trophy

Die Undine Opti-Jugend war mit Agatha Wycislik und Theo Gnass am 07./08.05.2016 auf dem Bostalsee im Saarland unterwegs.
Agatha hat in ihrer ersten A-Regatta in einem Feld von 15 Booten einen großartigen 5. Platz belegt. Nach Tag 1 lag sie sogar auf Platz 4.
Theo landete in einem Feld der 20 Opti B auf einem tollen 8. Platz, mit nur einem Punkt Rückstand zu Rang 7.
In „unserem“ Cadet auf dem Salzhaff
Den ersten Morgen in Rerik haben wir gemeinsam bei einem Frühstück verbracht. Dabei haben wir auch den kommenden Tag besprochen.Anschließend haben wir uns zum Anleger aufgemacht, was für die Jugend Joggen bedeutet.
Als wir vor dem Vereinshaus am Anleger ankamen, wurden wir von Marc Nicolaisen, dem Präsident der Cadet-Klassenvereinigung begrüßt, der gerade den Rumpf des Cadets schliff, der wie sich später herausstellen sollte, unser Leihboot war.
Angefangen haben wir mit schriftlichen, ganz allgemeinen Übungen. Dann haben wir gemeinsam mit Marc das Leihboot "Funny" aufgebaut.Nach einer Pause haben wir dann mit örtlichen Seglerinnen, die schon Erfahrung hatten weitere Cadets segelklar gemacht und sind dann mit ihnen rausgefahren, während Marc, Doris und Ernst, ein weiterer Trainer des dortigen Vereins, in zwei Motorbooten mitgefahren sind, um mit Anweisungen zu helfen.
Um die Bootsklasse kennenzulernen, bin ich erst als Vorschoter mitgefahren. Ich habe sofort gemerkt, dass ein Cadet deutlich weniger stabil ist als die Kielboote, die ich bisher gesegelt bin. Nach ca. 20 min. Manöver haben wir dann einen Beileger gemacht und die Plätze getauscht. Noch einmal deutlich intensiver habe ich gemerkt, wie viel anspruchsvoller der Cadet war als ein Kielboot. Zum Glück hatte ich aber einen erfahrenen Vorschoter und einen Cadetclass Präsidenten, die mich angewiesen haben. Auf diese Art und Weise habe ich nicht nur über die Bootsklasse viel gelernt. Anschließend sind wir wieder in den Hafen eingefahren und haben die Boote wieder an Land geholt.
Am nächsten Tag haben wir dann gemeinsam und zur Übung in aller Sorgfalt das Leihboot aufgetakelt und wieder gewassert. Dann haben wir eine Leine an das Ruder der "Funny" gebunden und die Segel in Vorwindstellung gebracht, sodass sie stabil unter Wind im Hafen lag. (Wir haben das im Nachhinein dann liebevoll ‚Vorwindsimulator‘ genannt.) Anschließend haben wir uns nacheinander hineingesetzt und haben die Halse noch einmal geübt und gelernt, einen Spinnaker zu benutzen, wobei das Boot einmal beinahe nach vorne gekentert wäre.
Zum Abschluss haben wir dann noch einige Fotos mit Marc, der ,,Funny`` und unserer Vereinsjugend gemacht. Danach haben wir dann das Leihboot abgetakelt, abgebaut und auf den Anhänger verladen. Dann wurden wir von Marc, Ernst und Sylvia, der Sportwartin der Cadet-Klassenvereinigung verabschiedet und haben noch ein letzten Eis gegessen bevor wir dann schlussendlich wieder Richtung Offenbach gestartet sind.
Jascha Krekeler, SCU
Lake Garda Meeting
Vom 19.03 bis zum 27.03 war ich in Torbole am Gardasee. Vom Samstag bis zum Mittwoch habe ich trainiert und vom Donnerstag bis zum Sonntag war die Regatta. Der Wind war sehr verlässlich, vor allem die Ora. Jeden Tag konnten wir sehr gut trainieren und es war sehr anstrengend, da nachmittags ziemlich viel Wind war. Am Mittwoch hatte ich einen verletzten Finger, also konnte ich nicht segeln und musste Pause machen.
Am Donnerstag fing die Regatta an und ich war sehr aufgeregt. Ich habe noch nie so viele Optis auf einmal gesehen! Es war unglaublich! Nach acht Läufen, die von Donnerstag bis Samstag insgesamt gefahren wurden, kam ich ins Emerald-Fleet. Am Sonntag sind wir pünktlich rausgefahren, doch der Start wurde um ziemlich viel verschoben, sodass wir vor dem Start schon sehr viel gesegelt sind und ich mich schon angestrengt hatte. Nach einem ganz guten Start brach ich auf einmal zusammen, bekam keine Luft und bin erstmal gekentert.
Nachdem ich das Boot aufgestellt hatte, was nicht einfach war, da ich am Rande der Panik war, saß ich eine Zeit lang im Boot und versuchte Luft zu kriegen. Als es mir etwas besser ging, fuhr ich zu meiner Trainerin, bei der ich auch Pause machte. Diese funkte Harald, den Trainer, an, der kam, mein Boot quer auf sein Schlauchboot zog und mit mir in den Hafen fuhr.
Für mich war das das Ende meiner Erlebnisse am Gardasee, da mein Vater und ich noch vor der Siegerehrung den Heimweg antraten. Trotz allem war die Zeit am Gardasee für mich ein unglaubliches Erlebnis, das mir sehr gefallen hat.
Agatha Wycislik (Maabootsche)
Cadet-Segeln auf dem Main
Segelclub Undine beschreitet neue Wege ohne Bewährtes zu vernachlässigen
Eine Ausschreibung in der Zeitung, eine Bewerbung und es läuft… Kurz nach Absenden der Bewerbung besucht der Präsident der Cadet-Klassenvereinigung
Marc Nicolaisen den Offenbacher Klub. Eine Zusage zur Teilnahme an Regatten konnte ihm jedoch aufgrund des Neulands in dieser Bootsklasse nicht gegeben werden; erst muss sich das Interesse und die Kenntnisse der Jugend im Klub weisen. Dennoch entschied sich die KV positiv und stellt nun dem Offenbacher Segelclub Undine e.V. eine Saison lang kostenlos ein Regatta-Boot zur Verfügung. Damit kann die hiesige Jugend unverbindlich ausprobieren, wie sich das international verbreitete Zweimann-Jugendboot, das hauptsächlich im Norden und Osten Deutschlands heimisch ist, im Binnenland und seinen kleinen Revieren segeln lässt.
Am Wochenende nach den Osterferien war es endlich soweit. Sechs Jugendseglerinnen und –segler reisten mit ihren Eltern nach Rerik nahe Wismar an die Ostsee. Dort brachte Marc persönlich den hessischen Neueinsteigern die grundlegenden Aufrigg- und Segeltricks des Cadet bei. Auf dem Wasser wurden zunächst teilweise gemischte Mannschaften mit den ortsansässigen Seglerinnen und Seglern zusammengestellt, um den Anfang zu erleichtern. Mit viel Spaß fanden sich die Hessen bei immer besser im Boot zurecht und überstanden auch die teilweise herrschenden 5 Bft gut. Der Sonntagvormittag wurde noch einmal genutzt, um bei weiterhin knackigen 5 Bft am Steg abgedeckt Spinnackermanöver zu üben. So konnten die Einhandsegler der Undine mit den wichtigsten Grundfertigkeiten für die Zweimannjolle am Mittag in die „Leih-Heimat“ Hessen entlassen werden.
Der Cadet wurde gleich am darauffolgenden Wochenende bei der Taufe im Segelclub willkommen geheißen und bereits am nächsten Tag zu einem Training auf den Main geschoben. Beim Ansegeln soll es ebenfalls mit dabei sein…
Die Jugend des Segelclub Undine freut sich auf die Saison im Cadet und bedankt sich herzlich bei der Klassenvereinigung und insbesondere dem Engagement von Marc Nicolaisen.
Doris Laukhardt