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Vom 27.03. bis 02.04. fand das obligatorische Ostertraining des niedersächsischen Landeskaders statt; diesmal am Gardasee.
Unter neuem Trainer wurde das Training noch einmal angezogen. Jeden Morgen wurde Frühsport mit der ganzen Gruppe gemacht und auf dem Wasser wurde uns keine Pause gegönnt; bei Flaute wusste man sich mit sehr anstrengenden Crossfiteinheiten zu helfen und am Abend wurden in der Auswertung noch einmal alle Fehler aufgezeigt. Alles mit dem Ziel uns komplett auszupowern.

Das ganze Training begann am Ostersonntag um 12.00 Uhr, segelfertig. Mit 22 Knoten Wind im Schnitt und bis zu 26 in Böen, ging es zunächst in einen Trainingsblock, der uns nach der langen Winterpause wieder auf Starkwind und unsere allgemeine Bootsbeherrschung einstimmen sollte. Es begann mit einer langen Kreuz und Manövern auf Pfiff: ein Pfiff = Wende; zwei Pfiffe = Kringel; drei Pfiffe = abfallen, das Motorboot als Leetonne runden und wieder auf die Kreuz gehen; und die Trillerpfeife stand nicht still. Anschließend wurden unsere Manöver noch einmal auf engstem Raum, im Manöverdreieck, getestet, bevor es Vorwind eine gute Weile zurück ging, um in Hafennähe einige Rennen zu segeln.
Am nächsten Tag sollten Kursorientierung
und Orientierung in Boot-zu-Boot-Situationen die Hauptthemen sein. Außerdem stand am Abend die erste Videoauswertung an, in der wir gerade vom ersten Tag unsere Manöver und Vorwindtechnik beurteilten.
Der Dienstag als Segeltag war hartes Brot. Zunächst fuhren wir allerdings bei Leichtwind eine dreiviertel Stunde den Gardasee hinunter, um genügend Abstand zum Ufer zu bekommen, da wir einen riesigen Block mit Startübungen abzuarbeiten hatten. Währenddessen nahm der Wind immer weiter zu und als wir anschließend zusammen mit der hessischen Trainingsgruppe Rennen fuhren, wurden bis zu 32 Knoten Wind gemessen.
Mittwochmorgen war Flaute – Zeit für Crossfit! Wer „Crossfit“ nicht kennt: Es besteht aus Grundübungen, wie Kniebeugen, Liegestütz, SitUp´s, etc. Man kann sich aus hunderten von Übungen sein eigenes Workout gestalten und versucht dieses in verschiedenen Varianten so schnell wie möglich durchzuarbeiten, was enorme Anstrengung bedeutet.
Da am Nachmittag doch noch Wind kam, vertieften wir die Boot-zu-Boot-Situationen mithilfe speziell dafür ausgewählter Übungen.
Am Donnerstag war „Limone-Tag“. Geplant war, dass wir bei Nordwind Vorwind nach Limone fahren würden, dort Pizza äßen und anschließend mit einigen eingebauten Übungen bei Ora wieder zurück fahren würden.
Leider ließ der Wind diesen Plan nur beschränkt zu. Wir hatten zwar Glück nicht schon am Morgen Ora zu haben, jedoch ließ uns der Wind komplett im Stich, sodass wir zunächst den Hinweg schleppen mussten. Zwischendurch machten wir einen Zwischenstopp an der Grotte, wo wir mit dem Motorboot abgesetzt wurden, während unsere Boote auf dem See trieben. Die Grotte liegt im Berg und ist Knietief. Ein Wasserfall fällt in sie hinein, weshalb das Wasser dort sehr kalt ist.
Kurz bevor wir schleppend in Limone ankamen, kam doch eine leichte Brise auf und wir versuchten ein Teamrace zu starten. Leider schlief der Wind nach einer Wettfahrt wieder ein und wir kamen wieder an den Haken.

Am Nachmittag, als wir uns auf den Rückweg machten, war etwas Wind vorhanden, sodass wir wenigstens eine unserer Übungen durchführen konnten, bevor wir uns mit dem Brandenburger Landeskader zusammentaten, um einige Rennen zu segeln. Leider drehte der Wind nach einer Wettfahrt im Kreis und stabilisierte sich erst wieder, als die Brandenburger Segler sich wieder auf den Heimweg begeben mussten. Dafür konnten wir nun unsere Übungen durchführen und uns dem eigentlichen Ziel des Tages widmen, dem Vorwindfahren.
Der Freitag diente noch einmal dazu bei eher schwachem Wind das Bootsfeeling, sowie die Manövertechnik zu verbessern.
Am letzten Tag wollten wir noch unseren Joker einlösen, da wir die Woche sehr viel geschafft hatten. Es sollte Matchrace gesegelt werden. Leider schlief der schon sehr schwache Wind nach nur einem Lauf ein, sodass wir den Großteil unserer Abschlussbesprechung schon am Motorboot auf dem Wasser erledigen und anschließend zusammenpacken konnten.

Es war eine sehr schöne und intensive Trainingswoche, bei der ich viel lernen und wieder gut in die neue Saison starten konnte.

Felix Laukhardt; GER 207334