Menu Content/Inhalt

Vom 10.-15.08.2014 fand in Glücksburg bei Flensburg die diesjährige Internationale Deutsche Jüngstenmeisterschaft (IDJüM) der Optis statt. Im Voraus fand ein Vortraining meiner Trainingsgruppe vom 04.-09.08.2014, ebenfalls in Glücksburg, statt.
Diese Deutsche Meisterschaft war meine vierte und auch letzte. Danach bin ich in den Laser 4.7 umgestiegen.

Training
Bevor das Training los ging wurde ich von meinem Vater nach Braunschweig gefahren, wo ich bei Freunden übernachtete und am nächsten Tag gemeinsam mit ihnen nach Glücksburg fuhr.
Als wir am nächsten Tag in Glücksburg eintrafen, mussten wir erfahren, dass unsere Trainerin leider noch nicht kommen konnte, da sie erkrankt war. Also wurden wir an diesem Tag vom Landesjugendobmann von Schleswig-Holstein, Roman, betreut. Mit ihm fuhren wir erst einmal alle gemeinsam mit einem alten Holzkutter auf die andere Fördeseite nach Dänemark, um Hotdog zu essen. Auf dem Weg dorthin war es jedoch ein wenig unangenehm, da der Kutter das erste Mal in diesem Jahr im Wasser war und deshalb noch jede Menge Wasser zog.
Trotz des wenigen Windes wässerten wir am Nachmittag noch einmal unsere Optis, um auf der Förde ein bisschen zu trainieren. Da der Wind leider immer weniger wurde, segelten wir nach einiger Zeit wieder in den Hafen, bauten unsere Boote ab und fuhren dann gemeinsam nach Flensburg, wo wir die Woche über bei einem Freund übernachteten.

Der Dienstag verlief etwa genauso, wie der Montag, da Tina immer noch krank war. So machten wir morgens eine kurze Einheit mit Roman, der mittags einen Termin hatte und dann am Nachmittag wieder bei uns war.
Am Abend kam dann aber Tina, sodass wir am Mittwoch mit dem richtigen Training beginnen konnten.
Leider war  am Mittwochmorgen noch kein Wind, sodass wir die Zeit mit Theorie überbrücken mussten.
Da am Nachmittag dann aber doch noch Wind kam, konnten wir bei 10-15 Knoten unseren Bootsspeed unter Beweis stellen.
Am nächsten Tag begann das Training leider erst etwas später, da Tina noch etwas zu erledigen hatte. So segelten wir mittags raus, mussten dann jedoch nach einer guten halben Stunde wieder in den Hafen fahren, da uns ein kräftiger Regenguss heimsuchte, der so stark war, dass die Tropfen schon in den Augen weh taten.
Nach der Front ging es dann gleich wieder raus und wir segelten noch Wettfahrten mit anderen Gruppen, um wieder in den Wettkampfmodus zu finden.
Der Freitag gestaltete sich eher langweilig, da den gesamten Tag nicht wirklich viel Wind wehte und wir deshalb nur eher gemächlich unterwegs waren.

Am Samstag, dem letzten Trainingstag, machten wir noch einmal eine lange Einheit, bei der wir zunächst wieder mit anderen Gruppen zusammen Wettfahrten fuhren. Dabei nahm der Wind jedoch immer weiter zu, bis eine große Regenfront kam, die über 30 Knoten Wind mitbrachte. Aufgrund dieses Windes kenterten 90% aller Boote, viele zur Schonung des Segels absichtlich, nur ein paar wenige warteten mit mir zusammen an der Luvtonne, bis wir das Zeichen bekamen, in den Hafen zu fahren.
Am weiteren Nachmittag war ich dann noch zusammen mit meinen Eltern, die an diesem Tag angereist waren, auf einer Abschlussfeier eines Freundes eingeladen, der nach dieser Regatta ebenfalls umsteigen würde.

Regatta
Am Sonntagmorgen hatte ich Vermessung. Zum Glück gab es nichts zu bemängeln, sodass ich entspannt bleiben und mich weiterhin auf die Meisterschaft konzentrieren konnte.
Am Abend fand die Eröffnungsfeier statt. Wir liefen nach einem Treffen mit allen Startern, in einer Parade, ein Stück weit die Flensburger Förde entlang, bis wir am Klubgelände des Flensburger Segelclubs ankamen. Dort wurden Eröffnungsreden gehalten, bevor es für die Segler ein Buffet gab.
Der einzige Fehler der Veranstaltung war, dass der Audi/VW-Stand Luftballons verteilte. So kamen die Kinder dann auf die Idee, die Luftballons mit Wasser zu füllen und eine Wasserschlacht zu veranstalten. Am Ende des Abends lagen überall auf dem Gelände die Fetzen der Luftballons herum.

Montag, der erste Wettfahrttag stand an. Nach der Steuermannsbesprechung um 9:30 Uhr, war erst einmal Startverschiebung, da auf dem Wasser Unwetter mit über 45 Knoten tobten.
Nachdem der Start immer stündlich verschoben worden war, kam dann die Information, dass um 16:00 Uhr gestartet werden sollte.
Bei über 30 Knoten wurde dann eine Wettfahrt gesegelt, in der ich meinen besten Lauf der gesamten Deutschen Meisterschaft ersegelte. Einen neunten Platz.
An diesem, aber auch an den Meisten Abenden war es sehr schön anzuschauen, wie man selbst im Trockenen stand und auf der anderen Seite der Förde, in Dänemark, Gewitterte es mit so vielen Blitzen, wie man nur selten sieht. Es war förmlich ein Feuerwerk.

Am Dienstag war dasselbe Prozedere mit der Startverschiebung, nur mit dem Unterschied, dass der Start diesmal um 15:00 Uhr erfolgte. Leider war während der Startverschiebung nur die Unwetterwahrscheinlichkeit vorhanden und nicht das Unwetter selbst, sodass wir zwei Wettfahrten bei Mittelwind segelten, bei denen ich leider nicht sehr gut abschnitt.

Der Mittwoch war leider auch nicht besonders erfolgreich. Zu allem Übel wurde ich auch noch auf einem zehnten Platz auf der Kreuz von der Jury geflaggt. Da in dem Moment, als ich gerade zu meinen Kringeln ansetzte, eine Böe kam, kenterte ich und war Letzter. Im Ziel konnte ich jedoch noch einen anderen Segler hinter mir zählen.
Außerdem fand am Abend der Niedersachsenabend statt, an dem wir in der kleinen Bootshalle ein Buffet aufbauten.

Als ich auch am Donnerstag keinen vernünftigen Lauf mehr hinbekam, erreichte ich für das Fleetrace am Freitag leider nur das Silberfleet.
Bei Leichtwind konnte ich auch dort leider nicht überzeugen und wurde am Ende der Meisterschaft nach 11 Läufen als 110. von 218 Startern gewertet.

Der Höhepunkt jedes Optiseglers, der seine letzte Optiregatta segelt, ist natürlich die Kenterung, die nach der letzten Regatta folgt. Diese durfte natürlich auch bei mir nicht fehlen, also schmiss ich das Boot, mit extra montierter GOPRO, direkt vor dem Hafen um.
Mit der Siegerehrung und der anschließenden Disco klang meine letzte Aktivität im Opti langsam aus.

Fazit
Ich sehe mit einem weinenden und einem lachenden Auge auf meine Zeit im Opti zurück. Einerseits hatte ich im Opti viele Freunde und immer viel Spaß. Andererseits ist das aber auch erst das Ende vom Anfang meiner Segelkarriere und ich werde sicherlich in Zukunft auch noch Kontakt mit meinen Freunden aus der Optizeit haben.

Die IDJüM war sehr toll organisiert, auch wenn mein Ergebnis nicht ganz gestimmt hat. Das einzig nervige an der Woche war, dass der Regattaleiter ständig alles Mögliche und Unnötige durch die Lautsprecher angesagt und damit den gesamten Segelclub beschallt hat.

Felix Laukhardt; GER 13214/207334

www.felix-laukhardt.de