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Am 12. und 13.07.2014 fand die diesjährige Offenbacher Stadtmeisterschaft im Segeln auf dem Main statt.


Sieger bei den Kajütbooten wurde die Crew von Sohn Dennis und Vater Norbert Pricibilla vom ausrichtenden Verein ORV-S, bei den offenen Kielbooten gewann die Crew von Sohn Stephan und Vater Gerhard Laukhardt vom SCU, bei den Jollen siegte Felix Laukhardt im neuen Klublaser des SCU und bei den kleinen Optimisten segelte Agatha Wycislik vom SCU ihr Boot, eine Leihgabe des ORV-S, im entscheidenden Lauf als erstes über die Ziellinie.

Bei durchwachsenen Wetterbedingungen bot das Wochenende einige spannende Momente. Gesegelt wurde in vier verschiedenen Gruppen, je nach Größe der Schiffe. Sogar bei den Optimisten konnte seit 2011 erstmals wieder eine eigene Wertung bei fünf teilnehmenden Booten stattfinden.

Während am Samstag ein Lauf bei guten Bedingungen gesegelt werden konnte, schlief in der zweiten Wettfahrt der Wind ein, sodass Matthias Sator in seiner Funktion als Regattaleiter diese Wettfahrt abbrechen musste.
Der Sonntagmorgen begann mit kräftigem Dauerregen, der jedoch immer weniger wurde und im Laufe der ersten Wettfahrt ganz aufhörte und sogar einzelne Sonnenstrahlen durchließ. Die Wolkenformationen wurden von den Organisatoren und Seglern kritisch beobachtet und alles sah so aus, als würden die dicken Wolken im Süden vorbei ziehen und es könnte noch eine zweite Wettfahrt am Sonntag stattfinden.
Direkt während der Startvorbereitungen durchbrach plötzlich wie aus heiterem Himmel ein Donner die Stille, dann ertönten vom Startschiff drei Schüsse als Signal zum Abbruch der Wettfahrt und alles setzte sich augenblicklich in Bewegung, um schnellstmöglich den sicheren Hafen zu erreichen. Alle Außenbordmotoren der Segelboote wurden angeworfen, die Optis wurden in einem Schleppverband vertäut, alle Laser in einem zweiten eingesammelt und weitere Boote ohne eigenen Motorantrieb mitgenommen. Die gesamte Breite des Mains war mit schnell nach oben strömenden Segelbooten bedeckt, ganz nach dem Motto „Rette sich, wer kann“. Während dann die Boote an den Stegen festmachten, wurde es am Jollensteg so eng, dass zunächst einige Boote unter der nebenstehenden Carl-Ullrich-Brücke Zuflucht suchten. Der Regen prasselte inzwischen heftig hernieder, als in dem Getümmel Blitz und Donner in kurzem Abstand den Beteiligten den Atem stocken ließ. Glücklicherweise kamen alle Segler unbeschadet an Land, um dort nach Durchziehen der Unwetterfront ihre Boote abzubauen und die eigenen Emotionen auszutauschen.

Bei den Jüngsten, den Optimisten, wurde der erst achtjährige Nikolas Wycislik mit nur knappem Rückstand Fünfter. Er hatte erst in diesem Jahr mit dem Segeln angefangen, hatte im Juni seinen Jüngstenschein erfolgreich erworben und war bereits in Gießen bei einer Opti B-Regatta erfolgreich gestartet. An der Spitze der Opti-Gruppe ging es knapp her. Bei Punktgleichheit jeweils mit einem ersten und einem zweiten Platz konnte sich Agatha Wycislik durch Erreichen des Sieges in der letzten Wettfahrt gegen Timo Laukhardt durchsetzen.


Felix Laukhardt konnte sich im Feld der Jollen im neu vom Segelclub Undine angeschafften Jugendboot Laser 4.7 gegen die Konkurrenz durchsetzen. Die Anschaffung des Bootes war möglich geworden durch Zuschüsse und Spenden des Landessportbundes Hessen, der Stadt Offenbach und der Sportstiftung der Städtischen Sparkasse Offenbach am Main.

Doris Laukhardt